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Neuigkeiten aus der Forschung April 2006: Im Herbst 2005 fand in Bremen eine Fachtagung des Deutschen Alheimerverbandes zum Thema Frontotemporale Demenz statt. Wegen großem Andrangs wurde die
Fachtagung im März 2006 mit teils anderen Referenten in München wiederholt. Das Publikum war gemischt: viel Angehörige und Pflegepersonal, sowie einige Ärzte und auch Angehörige des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen. Bei
den Vorträgen kamen sowohl die medizinische Forschung zu Diagnose und Behandlung als auch Pflegethemen und Berichte von Angehörigen zur Sprache. Es lohnt sich
die Vortragsfolien runter zu laden. Die Originale sind informativer als wenn ich hier den Inhalt subjektiv gefiltert wiedergeben würde. Mai 2005: In den Newslettern der britischen Homepage http://www.pdsg.org.uk/ ist mir folgendes als bemerkenswert aufgefallen (sinngemäß übersetzt): FTD bzw. Morbus Pick machen eta 10% aller Demenzen aus (das wäre mehr als bei anderen Quellen angegeben). Es wird vom sogenannten Tau-Protein geredet. Eine abnormalen Ansammlung solcher Proteine in Gehirnzellen bildet Klumpen (Pick-Körper) und verhindert die normale Arbeit der Zellen. Infolgedessen sterben sie ab. Es gibt seltene Fälle von nachweisbaren Gen-Defekten am Chromosomen 17. Bei diesen wird auch eine familiäre Häufung beobachtet. Ob die Gen-Defekte mit den Tau-Klumpen zusammen auftreten, hab ich nicht kapiert. Jedenfalls wird behauptet, die Mehrheit der FTD-Erkrankungen zeige keine Tau-Klumpen. das heißt, hier muss es andere Ursachen geben. Und damit kann man hier wohl auch nicht von einer zwanghaften Vererbung reden. Es werden 3 Typen von FTD unterschieden: Vererbung Was sagt uns das nun? Mir scheint, die Forschung beschränkt sich im Moment noch darauf die Krankheit zu beobachten und zu klassifizieren. Wenn nun alle Erkrankten den Gendefekt hätten, könnte vielleicht eine Früherkennung oder gar ein Linderungs- oder Gegenmittel gefunden werden. Aber es scheint komplizierter zu sein. Und da ist es mir persönlich lieber, ich weiss jetzt noch nicht, ob das ganze auch auf mich zukommen wird. Ich könnte ja doch nichts dagegen machen. Das Wissen würde mir nur das ganze Leben vermiesen. |